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Vossloh in Russland und China warten Millionenaufträge


16.12.2010
FOCUS-MONEY

München (aktiencheck.de AG) - Den Experten von "FOCUS-MONEY" zufolge, ist die Aktie von Vossloh (ISIN DE0007667107 / WKN 766710) ein defensiver Wachstumswert.

Die Bundesrepublik Deutschland trage nur noch rund 10% zum Umsatz des Bahntechnikkonzerns bei. Vossloh wolle wachsen und gehe in Bahn-Boom-Länder wie China und Russland.

"Wir schreiben jetzt ein Rekordjahr nach dem anderen", so Vossloh-Vorstandschef Werner Andree. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarte das Unternehmen einen Umsatz von 1,35 Mrd. Euro - ein neuer Rekord. Im Vorjahr habe der Umsatz noch 1,17 Mrd. Euro betragen. Im Geschäftsjahr 2011 peile man sogar einen Umsatz von 1,46 Mrd. Euro an und im Jahr darauf noch einmal 100 Mio. Euro mehr. Anleger könnten sich bereits in diesem Jahr über eine Rekorddividende freuen - China sei Dank.

Die Deutsche Bahn investiere rund 4 Mrd. Euro jährlich in den Ausbau sowie die Instandhaltung des Schienennetzes. Dies wirke verschwindend gering im Vergleich zu den Investitionen von China und Russland. Bis 2030 flössen in Russland etwa 380 Mrd. Euro in Schienen, Weichen und Gleisbefestigungen. Zusätzlicher Ansporn für Russland sei die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Der erste Auftrag der russischen Bahn RZD sei unter Dach und Fach und der Markteintritt geglückt. Im Rahmen eines Joint-Venture unter der Regie von Vossloh entstehe eine Produktion für Schienenbefestigungssysteme.


China habe sogar noch mehr Aufholbedarf als Russland. Das Land der Mitte lasse sich den Ausbau der Trassen in den nächsten fünf Jahren 450 Mrd. Euro kosten. Vossloh habe schon beim Ausbau des weltgrößten Hochgeschwindigkeitsnetzes mitgeholfen. Nun sei jüngst ein neuer Auftrag reingeholt worden. Ab 2011 befestige Vossloh den ersten Streckenabschnitt der über 1.900 Km langen Lanzhou-Urumqi-Verbindung. Das Projekt lasse 140 Mio. Euro in die Vossloh-Kasse fließen. Zudem entstehe in Nanjing gemeinsam mit zwei chinesischen Firmen ein Weichenwerk. "Die Märkte in China und Russland haben so viel Potenzial, dass Vossloh noch über Jahre wachsen kann", sage Frank Laser von Warburg Research. So rechne sich Vossloh beim Ausbau der chinesischen Metro ebenfalls gute Geschäfte aus.

Für die kommenden Jahre habe Vorstandschef Andree eine Rekorddividende angekündigt. Mit 2,50 Euro und einer Dividendenrendite von knapp 3% seien die Papiere attraktiv.

Den Experten von "FOCUS-MONEY" zufolge, ist die Vossloh-Aktie ein defensiver Wachstumswert. (Ausgabe 51) (16.12.2010/ac/a/d)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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